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J1 -Das haben wir so noch nie geschafft...

Aufgrund von Verletzungspech reisten wir mit nur 8 Spielerinnen dafür aber zwei Assistenz-Coaches am Donnerstag-Abend nach Lengnau. Zuversichtlich auch so unseren ersten Platz in der Tabelle zu verteidigen, da es ja "nur" gegen die Aufsteiger der letztjährigen Saison ging - man sollte ja meinen, dass uns die aktuelle Saison des Damen 1 das Gegenteil beweist, aber naja Hochmut kommt halt eben vor dem Fall - und starteten wir selbstsicher ins Einspielen und Einsmashen.

Bereits kurz nach Matchanpfiff machte sich die Selbstüberschätzung bemerkbar: Wenn der Service für einmal seinen Weg ins gegnerische Spielfeld fand, so wurde spätestens der erste Smash seitens der Mutschlis konsequent und zielsicher im Netz oder im Out platziert. Leider brachte auch das Time-Out bei 2:6 keine Änderung im Spielverhalten und auch die zwei Spielerwechsel mitte des Satzes brachten nicht mehr Sicherheit aufs Feld. Erst gegen Satzende schien den Juniorinnen klar zu werden, dass ein sicherer Pass ins Eck der Gegner um einiges effizienter ist, als den Eigenfehler direkt selbst zu machen und langsam konnten sie sich punktemässig wieder angleichen. Trotzdem, diese Einsicht kam viel zu spät und so mussten wir unsere erste Satzniederlage in dieser Saison einstecken.

Im zweiten Satz war die Aufgabe dann klar: Gleich viele Punkte erziehlen wie im vorherigen Satz aber dieses mal für das eigene Team und nicht für die Lengnauerinnen. Doch bereits die erste Gegnerin konnte einen Vorsprung von 1:6 herausservieren und die zweite dann bis zu 2:13. Erst nachdem Trainerin und Assistenz-Coach im Time-Out damit gedroht haben, aus der Halle zu laufen, wenn sich die Mutschlis nicht endlich zusammenreissen, begannen die Juniorinnen ihre Eigenfehler zu reduzieren und besser miteinander zu kommunizieren. Der Anfang der Punkte-Aufholjagd machte dann die zuvor eingewechselte Manuela, die den Punktevorsprung der Gegnerinnen mit gezielten Services von 9 auf 3 Punkte verringerte. Die wiedergewonnene Sicherheit auf dem Feld und der nähergerückte Satzsieg verleitete die Mutschlis zu vielen guten Aktionen und von den Legnauerinnen kam immer weniger Gegenwehr. Bei 19:21 war es dann wiedereinmal Lea die ihre Klasse am Service bewies und den Satz zu Ende servierte und so ins Sichere brachte.

Man müsste meinen, dass die Juniorinnen beflügelt vom Satzsieg trotz 13-Punkte-Rückstand nun ihr Können auf dem Feld präsentieren würden, aber nein es zeichnete sich wieder das gleiche ab, wie zuvor. Schon nach kurzer Zeit waren die Mutschlis mit 1:7 im Rückstand, bevor die neu eingewechselte Ronja am Service begann, das Spiel erneut zugunsten des Volley Mutschellens zu drehen. Doch anstatt bei Punktegleichstand weiter den Vorsprung auszubauen, begann ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die langen Ballwechsel - die oftmals auch nur durch Glück beendet wurden - waren Kräfte- und Nerven-raubend und alle waren froh um dem Schlusspfiff der das 26:24 für die Mutschlis und somit das 2:1 bedeutete.

Nun wollten die Juniorinnen schaffen, was sie bisher noch nie geschafft haben - nämlich nach einem 0:1 Rückstand den Match trotzdem noch ohne Punkteverlust nach Hause holen. Vom Ehrgeiz gepackt vschliefen die Mutschlis zum ersten Mal den Satzanfang nicht und dank Lea am Service konnten wir uns bald einen 7-Punktvorsprung herausholen. Auch im Angriff wurden die Tipps seitens der Trainerbank plötzlich umgesetzt und so konnte v.a. Manuela mit gezielten Smashes in die Ecken einige Punkte für sich verbuchen.

Und so wurde schlussendlich geschafft, an was wir nach den ersten 1.5 Sätzen definitiv nicht mehr geglaubt haben: Ein 3:1 für die Mutschlis und somit die nächsten 3 Punkte für das Juniorinnen 1.

Das Fazit vom Match: Trotz sehr durchzogener Leistung der Spielerinnen konnten die Spielerinnen sich in jedem Satz fangen und den Spielstand irgendwie noch zu ihren Gunsten drehen. Massgeblich daran beteiligt waren vor allem Lea und Giada - die ihr Matchdebüt für diese Saison nach so langer Verletzungspause sensationell meisterte - welche einmal mehr zeigten, dass sie auch in hektischen und chaotischen Ballwechsel die Nerven behalten können und somit viel Sicherheit aufs Feld bringen.

Spielerinnen Mutsch:

Manuela (M, Captain), Giada (P), Moira K. (A), Denise (A), Ronja (A), Moira S. (M), Salome (P) und Lea (M) sowie Anna & Lorena (Assistenzcoaches)

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