BLOG

Das d1 beweist grosse klasse in der 3. Liga pro und schafft was wohl niemand erwartete


Damit hat wohl wirklich niemand gerechnet. Weder die Gegner, noch die Spielerinnen des D1, noch der Verein. Und doch scheint es Wirklichkeit zu sein. Die Tabelle spricht eine deutliche Sprache. 2 Spiele vor Vorrunden-Ende hat sich das Damen 1 bereits die Tabellenspitze unter den Nagel gerissen! Und sie wird mindestens in der Vorrunde auch nicht mehr bedroht.

Aber zurück zum Anfang. Begonnen hat alles am 28. Oktober 2018 in der Burkertsmatt um 15:00 Uhr mit dem Spiel gegen Volley Smash 05. Die gute und konkrete Match-Vorbereitung im Training sollte den Einstieg in die 3. Liga Pro erleichtern. Und das tat es auch. Volley Smash 05 spielte häufig die bereits zuvor geübten Bälle und so konnte die Defense der Mutschlis viele Bälle verteidigen. Nicht ganz alle Informationen wurden wie gefordert umgesetzt und so gelang auch den Smash-Spielerinnen der ein oder andere Punkt. Bereits im 1. Satz fiel das Mutschli-D1 in einen Rückstand von 19:13 und eine Aufholjagd war dringend notwendig. Dies liessen sich die Spielerinnen nicht 2x sagen! Schnell konnte der Satz ausgeglichen und am Ende der Sack zugemacht werden. Mit 25:22 ging somit der 1. Satz in der 3. Liga Pro an die Aufsteigerinnen. Der zweite Satz verlief ähnlich, jedoch war nie ein solcher Rückstand zu verbuchen. Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei sich am Ende die Mutschlis durchsetzten - wieder mit 25:22. In Satz Nummer 3 fiel es den Mutschli-Dämlis deutlich leichter das Spiel zu machen und die Punkte zu verbuchen und so holten sie sich bereits im 1. Spiel die ersten 3 Punkte mit dem letzten Satzresultat von 25:17.

Doch mit einem Sieg und 3 Punkten ist es noch lange nicht getan. Also traten die Damen in Windisch am Montag-Abend erneut mit viel Einsatzwille und Spielfreude an. Auch dieses Spiel war nicht einfach. Der Gegner bereits bekannt aus früheren 3. Liga-Saisons wollte schliesslich gegen den Aufsteiger auch Punkte verbuchen (vorneweg... die Tabelle verrät es bereits - es gelang ihnen nicht). Das Spiel startete pünktlich und die Mutschlis starteten gut. Doch Windisch liess sich nicht so einfach abschütteln. Punkt für Punkt arbeiteten sich beide Teams voran und so blieb es lange sehr knapp. Doch in der Satzendphase konnten die Mutschlis beweisen, dass sie mental stärker geworden sind in den letzten 2 Saisons und entschieden den Satz mit 20:25 für sich. Im 2. Satz verlief es ähnlich, wobei in der Satzendphase hier Windisch die Nase vorn zu haben schien. Doch der Schein hielt nur bis 24:20 an, dann unterbrach Nadine den Schein und war einen grossen Schatten über Windisch. Mit gezielten und starken Services brachte sie die Mutschlis wieder ins Spiel bis 24:24. Doch Windisch liess nicht locker und verbuchte den Punkt mit 25:24 für sich. Ein Wechsel musste her und er zeigte deutlich seine Wirkung. Die eingewechselte Aline konnte mit den ersten 2 Bällen direkt 2 Punkte erzielen und beförderte das D1 zum Satzball von 25:26. Danach verlor Windisch die Nerven - verständlicherweise, nach 4 abgewehrten Satzbällen hätte ich auch keine Nerven mehr - und so ging Satz Nr. 2 mit viel Zittern und 25:27 an die Mutsch-Damen. Satz Nr. 3 schliesslich war eine Machtdemonstration! Mit starken Services von Myri gerieten die Windischerinnen unter Druck und konnten sich scheinbar nicht mehr fangen. Das Satzresultat spricht deutliche Worte: 7:25! Somit gingen weitere 3 Punkte auf das Konto der Mutschlis.

2 Spiele, 2 Siege - doch den Mutschlis war klar, die harten Brocken kommen noch! Und so war es auch. Am Dienstagabend mussten sie gegen ein sehr starkes Lunki auswärts ankämpfen. Bereits beim Einschlagen wurde klar, dies ist eine andere Spielqualität als in den Spielen zuvor und ein stärkerer Gegner. Die ersten gespielten Punkte bestätigten dies. Lunki konnte häufig mit guten Services die Mutschli-Annahme unter Druck setzen und erzeugte grosse Schwierigkeiten. Auch hier geriet Mutsch deutlich in Rückstand und konnte diesen wieder aufholen. Doch die erfahrenen Spielerinnen Lunkis liessen sich diesen Satz nicht mehr entreissen und brachten in mit 28:26 unter Dach und Fach. Was nun?! Die Mutschlis hatten ihren ersten Satz verloren und waren so mit einer neuen Situation konfrontiert. Doch die Mutschlis hatten bereits mehrfach bewiesen, dass sie Punkterückstände - auch sehr hohe - aufholen konnten, also wieso nicht auch einen Satzrückstand? Mit dem entsprechenden Kampfgeist und Einsatz konnte so auch noch die eine oder andere Annahme mehr gemacht werden und das Spiel wurde variabler, was es den Lunki-Damen erschwerte gute Defense-Arbeit zu leisten. Oft wurden abwechslungsweise Punkte verbucht doch die Mutsch-Damen konnten sich leicht absetzen und gewannen so den Satz mit 20:25. Es wurde nicht leichter in den darauffolgenden Sätzen, doch die Mutschlis wurden effizienter und konnten schneller mehr Punkte machen. So fielen schliesslich auch die beiden Satzresultate mit 17:25 und 16:25 aus. Nochmals 3 Punkte für die Tabelle.

Dies versprach jedoch eine harte Woche zu werden. Nach dem Match gegen Lunki am Dienstag auswärts, war bereits am Donnerstag das Spiel gegen Lengnau in Berikon an der Reihe. Nach diesen 3 Spielen ohne Punkteverlust präsentierte sich das D1 ungewöhnlich nervös und unsicher bereits zu Beginn des Spiels - und es wollte nicht besser werden. Irgendwie war der Wurm drin - sei dies, weil die Spielerinnen sich bewusst geworden waren, was diese Saison möglich ist oder auch weil das Spiel vom Dienstag noch in aller Knochen sass. Auf jeden Fall wollte es einfach nicht besser werden. Sagen wir es war eine Zangengeburt! Und sie blieb es auch. Bälle fielen zwischen Spielerinnen, es gab Missverständnisse über Missverständnisse gefolgt von Eigenfehlern und weiteren Missverständnissen. Doch irgendwie schafften es die Mutschlis trotz der seltsamen Tagesform und der nicht allzu guten Leistung den Match mit 3:1 ins Trockene zu bringen (26:24, 25:20, 22:25, 25:23).

Dann noch das dritte und letzte Spiel dieser Woche gegen Volley Salina. Ein Heimspiel für die Mutschlis in Rudolfstetten. Salina, die wahrscheinlich einzige Mannschaft mit einem ähnlichen Grössendurchschnitt wie wir ihn haben, wartete pünktlich auf den Spielbeginn. Dies gelang aufgrund der Verzögerung der Herren im Spiel zuvor nicht. Doch auch verspätet zeigten die Mutschlis erneut zu was für einer Leistung sie gut sind. Im 1. Satz wurde schnell ein Vorsprung von 10 Punkten erspielt. Beim Spielstand von 20:10 konnte Salina jedoch aufspielen und die Mutschlis waren verunsichert. Ein Fehler jagte den nächsten und Salina konnte plötzlich unerwartet Punkte machen sowohl mit dem Service wie auch mit dem Angriff. Einige Wechsel waren in dieser Satzphase notwendig, um den Satz schliesslich doch noch knapper als erwartet mit 25:23 zu gewinnen. Im 2. Satz knüpfte man an die Satzanfangsphase des 1. Satzes an und es gelang diese Leistung über den gesamten Satz aufrecht zu erhalten, das erzählt auch das Satzresultat von 25:16. Die Müdigkeit der ganzen Woche machte sich schliesslich im 3. Satz bemerkbar und die Konzentration liess ein wenig nach. Doch auch hier behielten die Mutschlis stets die Überhand, wenn auch nur knapp und entschieden auch diesen Satz mit 25:22. Da waren sie 15 Punkte aus 5 Spielen, wer hätte das geglaubt? Vermutlich niemand.

Doch den Mutschlis schien das nicht genug zu sein. Am 1. Dezember kam schliesslich Erzfeind Aarau aus der letzten Saison nach Rudolfstetten zu Besuch. In einer neuen und sehr jungen Aufstellung standen sie den Mutschlis mit deutliche Grössenunterschied gegenüber. Die Rechnung aus der letzten Saison war jedoch noch lange nicht beglichen und so startete das Spiel - leider ganz und gar nicht wie gewünscht. Die Aarauerinnen hatten am Service deutlich die Überhand und zerschlugen ständig die Mutschli-Annahme, welche von Ball zu Ball noch mehr verunsichert wurde. Niemand konnte so recht mit den Services der Aarauerinnen umgehen und so gelangen ihnen häufig Serien von 5-10 Punkten. Auch wenn mal eine Annahme kam, fehlte die Effizienz zum Abschluss des Punktes und der Spielwitz, um den Block auszutricksen. Es ging nicht lange und die Mutschlis waren mit 1:10 in Rückstand geraten. Die Verwirrung über die jungen und starken Aarauerinnen schien das Spiel noch mehr zu erschweren und so waren bereits 2 Spielerwechsel und ein Time-Out in den ersten 10 Punkten Geschichte. Mit der neuen Aufstellung konnten die Mutschlis schliesslich ein paar wenige Punkte Rückstand wieder gut machen und sich wenigstens ein bisschen wehren. Dann kam der Erlösungsschlag... oder die Erlösungsschläge am Service durch Myri, welche uns in diesem Satz wohl ganz eindeutig den Allerwertesten rettete. Mit einer Serie von 9 Punkten beförderte sie uns von einem 10:20 Rückstand zu einem 19:20 Rückstand. Nun hatten wir Blut geleckt und das merkte man. Die Ballwechsel wurden länger und die Aktionen umkämpfter. Trotz erneutem Vorsprung Aaraus von 20:23 konnten die Mutschlis den Satz mit 28:26 für sich entscheiden. Jetzt war wohl auch den letzten Skeptikern klar, dass dieses Team Nerven aus Stahl hat. Satz Nummer 2 war im Gegensatz zu Satz Nummer 1 eine Wohltat für die Nerven, sowohl des Teams wie auch der Zuschauer. Mit einem dauernden Vorsprung von 2-3 Punkten über den ganzen Satz liessen sich die Mutschlis nie verunsichern und konnten auch in der Annahme an Sicherheit gewinnen und die zuvor so gefährlichen Service-Serien jeweils schnell unterbrechen. Mit 25:17 ging der Satz an die Mutschlis und ein weiterer Punkt war ihnen gewiss. Im 3. Satz erging es den Spielerinnen jedoch wieder im 1. Zunehmende Annahmeschwierigkeiten und ein aufspielender Gegner machten uns das Leben schwer und liessen nicht locker. Immerzu konnte jedoch wieder ein wenig aufgeschlossen werden, doch am Ende reichte das in diesem Satz nicht und die Aarauerinnen konnten ihren ersten verdienten Satzerfolg mit 25:22 feiern. Nun war die Aufgabe klar und 3 Punkte sollten her. Wäre da nicht Aarau... mit ihren Services... Und so schien aus der Aufgabe eine unüberwindbares Hindernis zu werden. Ein Punkt nach dem anderen verbuchten die Aarauerinnen für sich sowohl mit den Services und wenn nicht, dann schlugen sie uns am Angriff die Bälle um die Ohren. Irgendwie funktionierte bei den Mutschlis nichts mehr und Aarau erspielte sich einen Vorsprung von 5:18. Eine Goliathaufgabe für die Mutschlis. Sie hatten bereits mehrfach gezeigt, dass ein Rückstand sie kalt liess... doch so einer?! Die Mutschlis nahmen die Aufgabe an und machten es sich zum Ziel von Punkt zu Punkt zu arbeiten. Mit einer Serviceserie von Claudia konnte der Vorsprung auf ein 12:18 reduziert werden und die Mutschlis schnupperten bereits wieder 3-Punkte-Luft. Aarau konnte sich schliesslich mit einem Sideout aus der glimpflichen Situation befreien. Doch gleich darauf waren die Mutschlis wieder an der Reihe und so kam bei 13:19 Myri an den Service. Die Erinnerung aus Satz 1 schien den Aarauerinnen noch in den Gliedern zu sitzen und so konnte auch sie mit einer Serviceserie auftrumpfen. Erneut reduzierte sich der Vorsprung auf einen Punkt. Auch Nadine erledigte ihre Aufgabe am Service gut und so gelang den Mutschlis das Überholen! Eine unglaubliche Aufholjagd endete schliesslich mit weiteren sehr guten Angriffen, wie bereits im ganzen Spiel und vielen weiteren guten Aktionen in einem 27:25 für die Mutschli-Damen - und somit dem 6. 3 Punkte-Sieg in Folge.

Und nun 2 Spiele vor Vorrundenende stehen wir da mit der vollen Punktezahl und die Erwartungen bleiben hoch. Bereits am Mittwoch, 05.12.2018 steht das Spiel gegen Mellingen an und schliesslich am 16.12.2018 gegen Oftringen. Beide sind in der oberen Tabellenhälfte zu finden und somit zwei weitere Hürden für das Team. Doch wir haben oft genug bewiesen, dass es für uns keine Rückschläge gibt und Rückstände uns kalt lassen! HOPP MUTSCH!

1 Ansicht